Sonntag, 22. Juli 2012

Jetzt nicht ! .....


.. ich hab wirklich gerade überhaupt keine Zeit!
Wie oft habe ich diesen Satz in der letzten Woche gesagt - und Du?? ...zur Zeit ist Zeit scheinbar alles was man nicht hat... aber ohne Zeit ist der ganze Rest so ziemlich sinnlos!


Wenn zum Luxus - den es zu erreichen gilt - die Zeit wird - wie absurd erscheint dann erst dieser täglich Lauf im Hamsterrad! Man hetzt von einer Verspätung zur nächsten. Essen im Auto, auf der Strasse, irgendwann zwischendurch, wozu gibt es eigentlich Tische?

Selbst die Frage " Wie geht es Dir" ändern wir in ein "allet jut?"... wer will schon ein "nein, eigentlich geht es mir richtig schlecht" darauf antworten - oder gar hören? Freunde bestellen wir am Besten alle an einen Ort zur selben Zeit. So schaffen wir es gleich mehrere auf einmal zu sehen, die Unterhaltung füllen wir dann mit dem was wir noch alles zu tun haben und dabei überhaupt nicht wissen, woher wir die Zeit dafür noch nehmen sollen, wir werden die wahren Zeitmanager, die erfolglos von Tag zu Tag hetzen.


Der einzige Trost des Tages findet sich darin... ein klein wenig Zeit am Ende übrig zu haben, wir wollen sie genießen... entspannt auf der Couch -schade nur, dass wir dann bereits nach 5 Minuten total fertig einschlafen. Das bisschen Zeit was blieb, verpennt!

Wenn wir keine Zeit mehr haben um sie gut oder schlecht zu gestalten, wozu machen wir dann die Dinge die wir machen? Es ist besser sie nicht zu machen, dann hat man wieder Zeit... und kann sehen ob man zufrieden mit ihr ist,so wie es ist, kann man das ja nicht mal mehr feststellen. Welch doofe Zeit - derzeit!

Ich sollte mit Freunden am Lagerfeuer sitzen, selbst gemachten Wein trinken und frisch gebackenes Brot essen.Mit ihnen lachen, reden, staunen, Freude haben, Musik machen und die Zeit genießen.
Statt diese Hetzerei jeden Tag aufs Neue zu beginnen..! Wofür??? Für später ???
Aber später wird immer später sein! Also wozu den ganzen Stress, Tag für Tag?
Für etwas, was sich in die Zukunft begibt, sobald wir glauben dem ganz Nahe zu sein?

Das hatte ich mir aber ganz anders vorgestellt. In meinem Lebensvertrag steht davon nichts-definitiv nicht!
Ich bin raus- ich mach da jetzt nicht mehr mit! Später kann warten - ich nehme mir dann mal die Zeit und warte hier am Lagerfeuer, bis vielleicht einige von Euch...später auch etwas Zeit finden!


Ich wünsche Euch ganz viel Zeit!



Reina de los Duendes

Hat die Liebe Schuld an allem....

wenn wir meinen, dass wir nicht genug von ihr bekommen (haben)
Bekommen wir wirklich zu wenig... oder sind wir vielleicht einfach nur nicht in der Lage zu erkennen was wir (bekommen) haben?

Liebe... sie begleitet uns seit unserer Geburt, zumindest sollte sie es. Haben wir immer genug bekommen und ist das wirklich wichtig für alles was danach kam oder kommt?

Ich selber kann nicht mal sagen, ob mich meine Eltern (genug) liebten..
ich weiß es nicht, vielleicht haben sie es auf ihre Art und Weise getan. Kann man etwas anderes verlangen? Kann man wirklich verlangen, dass ein anderer es auf die Art und Weise tun und zeigen muss, die man selber für richtig empfindet? Das würde bedeuten, dass uns niemals jemand gerecht werden kann. Wir können immer den Vorwurf anbringen, es wäre nie genug.

Aber was bedeutet eigentlich Liebe?
Kann Liebe überhaupt einfach nur sein und was sind die Voraussetzungen dafür sie zu empfangen?
Um etwas zu empfangen muss man in Resonanz dazu gehen... es macht keinen Sinn mir einen chinesischen Philosophen anzuhören, wenn ich kein Wort verstehe. Der Inhalt seiner Rede wird keinen Gedanken in meinem Kopf auslösen, keine Emotion wird sich entwickeln.
Ich verstehe nicht, also empfange ich eigentlich nichts außer Töne obwohl etwas da ist, kommt es nicht bei mir an.

Um Liebe zu empfangen, muss ich also erstmal selber Liebe sein... anders ist es wohl nicht möglich.




Aber Liebe fordert nicht, sie klagt nicht an, sie bewertet nicht und sie lebt ohne wenn und aber. Liebe ist einfach sanft und warm. Jeder der mir erklärt, man kann nicht Liebe sein, weil man es nicht leicht hatte im Leben, der lügt.
Jeder kann sich immer dazu entscheiden.
Die Frage ist doch nur, was man eigentlich will.
Warum will man Vergangenes nicht lassen was es ist, Erinnerungen....  Geschichten unserer Erlebnisse. Manchmal sind es nicht so schöne Geschichten, manchmal erinnern wir uns gern.
Aber wie viele dieser Geschichten sind wirklich noch real in unserem Kopf?
Wissen wir wirklich noch genau wie alles war, oder haben sich die Geschichten mit der Zeit verändert?
Ist das alles so wichtig für uns und warum?

Nein... ich glaube, das ist es nicht... außer ich brauche eine Sicherheit, etwas auf das ich mich bei jeder Gelegenheit berufen kann. Dann wenn ich an meine Grenzen stoße, meine Entscheidungen sich als falsch herausstellten oder ich einfach mit meinem eigenen Unvermögen konfrontiert werde und mich nicht als Verlierer fühlen will, dann brauche ich so etwas. Dann brauche ich meine negativen Geschichten aus der Vergangenheit. Es ist also eine ewige Erklärung für alles,eine immerwährende Ausrede dann... wenn ich selbst versage?

Ich persönlich habe das nie gebraucht, --und es gäbe wirklich mehr als genug an schlechten Geschichten aus meiner Vergangenheit-- denn...  ich finde es nicht schlimm auch mal zu versagen.
Es ist mir egal, nicht immer alles richtig gemacht zu haben. Dafür habe ich aber gelebt!
Wer auf dieser Welt ist eigentlich der Maßstab für richtig und falsch?
Wer legt fest, wie man sich z.B. als Mutter zu bewegen hat?
Wo steht dieses bekloppte Gesetz, dass man als Mutter nicht mehr Mensch ist?
Und wer glaubt einen Standardmuttertypen aufstellen zu können, an den man jede Mutter messen kann?
Sollte es nicht genug sein, wenn man immer versuchte sein Bestes zu geben, auch wenn es mal nicht das Beste für andere war?
So ein Maßstabsystem können sich wirklich nur Menschen ausdenken, die einfach nicht die Lösungen für ihre eignen Problematik im Inneren suchen wollen, sondern diese immer im Außen zu finden glauben.
Aber wie kann man glauben das das richtig ist? Ist es genug sich schlecht zu fühlen? Sollte man dann die Schuld bei anderen suchen?



Man hält sich selber für ein angeschlagenes Wesen und kompensiert das, indem man einfach andere erschlägt? Wie kann man darin Genugtuung empfinden, dass ist alles andere als emotional gesund?
Wer selber im Inneren leidet, der wird keinem anderen Leid zufügen wollen, weil er weiß wie es sich an fühlt. Wer sollte ernsthaft glauben, dass man sich dann besser fühlt?
Nein, das ist einfach nicht logisch.

Also stellt sich doch die Frage: warum das alles.... was ist der Sinn und die Logik hinter all den Dingen die wir machen, sagen oder auch nicht sagen?  Sollten wir nicht vielleicht doch beginnen uns mal ernsthaft zu reflektieren?

Sich zu reflektieren, bedeutet nicht die Dinge zu analysieren und sich alles zu erklären.... es bedeutet auch nicht, alle anderen zu analysieren.
Sich zu reflektieren bedeutet in erster Linie in sich hinein zu fühlen.. in den Situationen wo man sich schlecht oder anders fühlt.
Dann sollte man sich fragen, welches Gefühl da ist und warum.
Nur wer in der Lage ist seine Gefühle ehrlich wahrzunehmen, reflektiert wirklich.
Alles andere ist lediglich eine Analyse gemacht durch unser Ego, welches immer für alles die beste Erklärung bereit hält. Es ist der klassische Selbstbetrug.
Wer sich aber ernsthaft reflektiert, wird manchmal auch feststellen, dass sich die Situationen überhaupt nicht so schlimm an fühlen, wie es uns unser Gehirn die ganze Zeit versucht zu erklären. Der wird auch merken, dass die Ursache für gewisse Emotionen ganz andere Ursprünge haben, dass sie einfach auch unserem Ego entspringen können.
Sich seinen Gefühlen ehrlich bewusst zu werden, dass ist Selbst-Reflektion alles andere ist einfach nur Gerede.

Ja, ich bin müde.
Müde auf die Dramen dieser zivilisierten Welt.
Müde darauf, dass die Menschen sich alle so verdammt wichtig nehmen und vornehmlich mit sich selber beschäftigt sind, sich aber nicht auf den Grund gehen wollen.
Müde darauf, dass die Menschen so unehrlich zu sich selber sind und dass so oft scheinbar weder Moral noch Nächstenliebe besteht.
Müde auf all dieses gespielte tolerante, love-love-Getue dieser neuen Gesellschaft .. welches in erster Linie nur zum Füttern des Egos dient. Denn Liebe ist leise und sanft, klar und ehrlich... nicht hysterisch und laut, nicht vernebelt hinter einem aufgesetztem Lächeln!

Ganz ehrlich, meinetwegen kann mich diese komische Welt gerade wirklich in Ruhe lassen.
Ich bin es Leid das Jammern derer zu hören.... denen -schaut man genau hin- es eigentlich ganz gut geht.
Die sowieso keinen Lösungsvorschlag annehmen, weil sie überhaupt nicht auf dieses so vertraute Jammern verzichten wollen.
Ich bin müde auf dieses Jammern, weil es meiner Meinung nach nicht notwendig ist.
Jeder ist in der Lage sein Leben selbstbestimmt zu leben.
Jeder hat die Möglichkeit seine Gedanken zu lenken.
Also ist jeder auch selber der Macher seiner Gedankenwelt.
Es soll mir also niemand sagen, es gäbe keine Lösung.

Es gibt für alles eine Lösung..
die Lösung ist einfach, sie heißt Leben und vor allem Verstehen was Leben eigentlich bedeutet...
Es ist nicht rund und hochpoliert.. niemand kann so verrückt sein zu meinen, das das Leben nur Sonnenschein bedeutet.
Nein, dass ist bestimmt nicht Leben.. vielleicht das, was man im TV zu sehen bekommt..
ansonsten bedeutet Leben auch immer Überleben.. das gehört dazu....
wie hinfallen wenn man laufen lernt..
oder sich auf die Zunge beißen, wenn man redet beim Essen...

Also wozu das ständige Gehader mit dem Leben... was ist der Sinn dahinter?...
nein, ich verstehe es nicht und ich will es auch überhaupt nicht verstehen...


Ich hoffe sehr, dass die Menschheit aufwacht und die wirklichen Dramen dieser Welt sieht.

Krieg, Zerstörung, Hunger und Tod.... in so vielen Gebieten dieser Erde, aber wir lecken die kleinen Kratzer unserer Seele, während die Welt die dunklen Schlund öffnet und uns alle ganz langsam in sich aufsaugt.

Wir vergeben Friedensnobelpreise an Menschen die Tod und Krieg bringen... Wir finanzieren die verbrecherischen Finanzhaie, während die Unschuldigen alles verlieren... Wir bezahlen für eine bessere Umwelt, während sie weiter schonungslos zerstört wird... alles nur eine Frage des Geldes...
Diese Welt wird vom Wahnsinn regiert aber dennoch findet man kaum jemanden der lautstark aufsteht und sein Recht einfordert.... 

Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient! 
Wollen wir wirklich was wir haben... oder schauen wir einfach nur weg und beschäftigen uns lieber mit unseren kleinen Kratzern?


Sollten wir nicht endlich beginnen die wirklichen, großen Wunden dieser Welt zu heilen?



Freitag, 20. Juli 2012

Gedanken ABC - „A wie Antwort“

„Antworten gehören zum Leben wie die Luft, die wir nicht sehen.“


Manche erhalten sie, ohne eine Frage gestellt zu haben. Andere hingegen fragen ständig und vergessen vor lauter Fragerei welche Antworten sie bekommen haben. Irgendwie sind wir ständig auf der Suche nach der ultimativen Antwort. Ob im Job, im Liebesleben, wenn es um unsere Kinder geht oder darum ob und wann wir uns überhaupt mit solchen Antworten beschäftigen wollen.

Jede Situation unseres Lebens wirft Fragen auf, und oftmals wissen wir die Antwort erst wenn wir ein ganzes Stück im Wirrwarr unserer Fragenwelt zurück gelegt haben. Antworten auf Fragen zu bekommen erfordert wohl unweigerlich Ehrlichkeit. Es gibt keine sinnvolle Antwort ohne Ehrlichkeit. Vielleicht gibt es Erklärungen und Geschichten… aber ohne die Wahrheit wird jede Antwort ziemlich nutzlos. Im Gegenteil, diese Art von Antworten werfen irgendwann nur noch mehr Fragen auf. Und dann müssen wir uns aus dem noch wirreren Wirrwarr befreien und Schritt für Schritt zum Ausgangspunkt zurück finden, um dann noch mal von vorn auf die Suche nach den Antworten zu gehen. Welche Zeitverschwendung…..und dennoch machen wir es immer wieder..

Warum gibt es nicht einfach klare Antworten auf klare Fragen?

Unsere Gedanken sind wie die Äste eines Baumes

Der Platz auf den unteren Ästen gibt uns zwar Sicherheit, lässt uns aber nicht sehr weit schauen. Sind wir mutig genug auch mal auf die Spitze zu klettern werden unsere Augen, auf dem Weg nach oben,

immer mehr erkennen. Oben angekommen werden wir erst richtig sehen, welche wundervolle Vielfalt uns umgibt. Bleibt man also im Schatten seiner Gedanken auf den unteren Ästen sitzen, wird man kaum neue Möglichkeiten oder Lösungen erkennen, alles wird bleiben wie es ist.